Profil – Vermögensverwaltung

Wird ein Vermögensverwaltungsvertrag geschlossen oder ein gesamtes Wertpapierportfolio auf einen Vermögensverwalter übertragen, so können beim Anleger in diesem Zusammenhang verschiedene Probleme entstehen.

Aufklärungs- und Beratungsfehler des Vermögensverwalters sind wie bei jeder Anlageberatung möglich. Weiter können spezielle Probleme und Haftungstatbestände sich ergeben.

Beispielhaft sei genannt:

  • Umfang und Überschreiten der Grenzen des Vermögensverwaltungsvertrages.
  • Über die Aufklärung und Anlageberatung hinaus die Pflicht des Vermögensverwalters zur Prüfung der Märkte gemäß dem Vermögensverwaltungsvertrag und den Anlagen im Depot. Dies betrifft vor allem die Pflicht gemäß dem Vertrag und entsprechend den Anlagerichtlinien zu handeln, d.h. Kapitalanlagen vertragsgemäß zu kaufen, zu verkaufen und umzuschichten.
  • Sogenanntes „Churning“, d.h. das Vorliegen der Provisionsschinderei durch häufiges Umschichten der Werte im Depot und dem Entstehen hoher Provisionen.
  • Fehlende oder fehlerhafte Zulassung zum Vermögensverwalter.
  • Unterlassene, fehlerhafte oder unvollständige Erfüllung der Informationspflichten.
  • Verstoß gegen die Insidervorschriften, insbesondere wenn eine Bank die Vermögensverwaltung anbietet oder der Vermögensverwalter zahlreiche Kunden hat.
  • Sogenanntes „Front Running“ und andere Verhaltensweisen. Beim Front Running wird gleichfalls Wissen ausgenutzt, indem z.B. der Vermögensverwalter zunächst Werte für sich kauft und und dann zum Beispiel für viele seiner Kunden eine größere Sammelorder veranlasst und aufgrund des mittlerweile stattgefundenen Preisanstiegs selbst wieder durch den Verkauf der eigenen Bestände profitiert.

Dies sind lediglich einzelne Punkte und Problemstellungen, die zu einer Haftung des Vermögensverwalters führen können.